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Salbei (Salvia officinallis) richtig schneiden, pflanzen und trocknen

Inhaltsverzeichnis

 

Wie wird Salbei richtig gepflanzt?

Salbei stammt aus den warmen Regionen rund um das Mittelmeer. Dort bewächst er felsige, karge Landschaften. Ähnliche Bedingungen verlangt die mediterrane Heilpflanze in der Gartenkultur. Sonnige, warme Plätze mit Schutz vor kalten, austrocknenden Winden sind ihr genehm. Ein lockerer, mineralischer Boden, wenig Humus und gute Durchlässigkeit sind ihre bekannten Ansprüche. Gegen einen leichten Kalkgehalt hat Salbei keine Einwände. Verfestigte oder nasse Lehmböden bzw. saure Erde sind keine guten Voraussetzungen. Ebenso sind stark humose Substrate ungünstig, denn sie speichern zu viel Feuchtigkeit. Lehm- oder Humusböden können durch starke Zugaben von grobem Sand und Kies für die Salbeikultur verbessert werden. Saure Waldböden hingegen sind grundsätzlich schwierig. In diesem Falle denkt man über die Kübelkultur nach. Für Gefäße und Kübel kann handelsübliche Kräutererde verwendet werden. Ratsam sind einige Schippen zusätzlichen Sandes, der die Drainage erhöht.

Wie für die meisten Immergrünen gilt auch beim Salbei, gepflanzt wird besser im Frühjahr statt im Herbst. Die Pflanze hat eine komplette Wachstumsperiode Zeit, sich an den Standort zu gewöhnen und im Boden zu verwurzeln. Gepflanzt wird so tief, dass sein Topfballen mit der Erdoberfläche abschließt. Lediglich stark verholzte Salbeipflanzen werden etwas tiefer eingesetzt. Ein Pflanzabstand von etwa 30 cm sollte zum Nachbarn gegeben werden. Kombinieren lässt sich Salbei hervorragend mit Bohnenkraut (Satureja), Lavendel (Lavandula), Oregano (Origanum), Rosmarin (Rosmarinus), Olivenkraut (Santolina rosmarinifolia) oder Thymian (Thymus). Sie sind von ihrem Wesen sehr ähnlich und gleichen sich in ihren Ansprüchen.

Wird Salbei gesät, werden die Samen ab April direkt ins Beet ausgebracht. Im geschützten Anbau kann ab Anfang März gesät werden. Sobald beim Salbei die Keimung erfolgt ist und Sämlinge vereinzelt werden, stellt man ihn etwas kühler. Das bremst das Wachstum und festigt das noch junge Blattgewebe.

 

Wie wird Salbei gepflegt?

Wenn sich der Salbei an seinem Platz angekommen fühlt, bedarf er keiner großen Pflege. Wasser holt er sich mit den Wurzeln aus tiefen Bodenregionen. Ähnlich genügsam ist sein Nährstoffanspruch. Grundsätzlich reicht dem Salbei das, was die Natur durch die natürliche Mineralisation ihm zur Verfügung stellt. Sehr leichten Böden trägt man im Frühjahr eine Mulchabdeckung mit Kompost auf. Sie verringert das Austrocknen des Bodens, bringt Nährstoffe und Leben ins karge Erdreich.

 

Wie schneidet man Salbei richtig?

Als Sträuchlein liegen beim Salbei Schnittmaßnahmen nahe und sind auch erforderlich. Unterbleibt das Zurückschneiden, verkahlt der innere Bereich und das Halbgehölz vergreist. Man schneidet Salbei nach der Blüte im Sommer. Dieser Rückschnitt lässt sich gleichzeitig mit der zweiten Ernte im Hochsommer verbinden. Die erste Ernte erfolgt im Juni, kurz vor der Salbeiblüte. Zu diesem Zeitpunkt ist das Aroma und der Wirkstoffgehalt in der Pflanze am höchsten. Geerntet werden nur die Triebspitzen mit der Schere oder sie werden mit etwas Übung herausgebrochen. Nichtsdestotrotz können die grünen Zweige noch nach der Blüte geerntet und getrocknet werden. Man schneidet bis zum Übergang zum alten Holz. Darunterliegende Triebknospen sollten deutlich erkennbar sein.

Ältere Salbeibüsche erhalten einen stärkeren Rückschnitt. Dieser findet im zeitigen Frühjahr zwischen Ende Februar und Ende März statt. Hierbei versucht man, so bodennah zurückzuschneiden wie nur möglich. Man sucht im alten Holz nach Triebknospen an der Basis und kappt den Trieb darüber. Im Grunde bleibt kaum etwas vom Strauch übrig. Die verbliebenen Triebspitzen entwickeln sich rasch zu neuen Zweigen, sodass der Salbeibusch im Frühsommer schon wieder eine gute Figur macht und sich beernten lässt. Mehr zum Thema Salbei schneiden.

 

Wie überwintert man Salbei?

Der Echte Salbei sollte so hart sein, dass er den Winter unbeschadet übersteht. In eisigen Perioden empfiehlt sich eine Abdeckung aus Reisig oder Vlies. Empfindlicher als die reine Art, sind die buntlaubigen Sorten. Sie benötigen in rauen Lagen definitiv einen Winterschutz. Mit Salbei bepflanzte Kübel werden ebenfalls eingewickelt, denn die Gefäße können seitlich durchfrieren. Falls ein unbeheiztes Gewächshaus vorhanden ist, überwintert man die Salbeitöpfe geschützt. Vor dem Einwintern werden die Topfkräuter nochmals gewässert, ohne nasse Füße zu hinterlassen.

Wie wird Salbei vermehrt?

Die reine Art des Salbeis lässt sich durch Samen, Triebstecklinge oder die Bewurzelung abgelegter Triebe vermehren. Triebstecklinge werden im Frühsommer geschnitten und im Vermehrungssubstrat bewurzelt. Einfacher geht es durch herabgebogene Zweige, die auf der Bodenoberfläche fixiert werden. Nach einiger Zeit haben sich Wurzeln an den Blattachseln gebildet. Der Zweig wird von der Mutterpflanze abgeschnitten und an eine neue Stelle verpflanzt. Die unterschiedlichen Sorten des Salbeis lassen sich nur vegetativ durch Stecklinge vermehren.

Bei der Wahl der Vermehrungsmethode kommt es darauf an, welcher Zweck verfolgt wird. Möchte man Salbei in größeren Stückzahlen, beispielsweise für eine Hangbepflanzung vermehren, bietet sich die Aussaat und das Anziehen von Sämlingen an. Man lässt die abgeblühten Blütenstände bis zur Samenreife im Spätsommer oder Herbst stehen. An einem trockenen Tag schneidet man sie vorsichtig ab und schüttelt sie in einer großen Papiertüte aus. Die Samen fallen aus den Blütenständen. Die gewonnenen Salbeisamen werden in eine kleinere Papiertüte umgefüllt, eingelagert oder besser noch, gleich ausgesät. Als Vermehrungsgefäß verwendet man Aussaatschalen oder Tontöpfe. Befüllt werden sie mit sandiger Vermehrungserde, die ausreichend durchlässig ist. Die Salbeisamen werden gleichmäßig verteilt und leicht mit grobem Sand übersiebt. Im Anschluss wird das Vermehrungsgefäß mit Wasser besprüht und an einen geschützten Ort im Freiland bzw. Frühbeet eingelassen. Spätestens im folgenden Frühjahr entwickeln sich stabile Sämlingspflanzen, die vereinzelt und zu Salbeijungpflanzen herangezogen werden.

Wenn der Pflanzbedarf weniger hoch ist, lohnt die Vermehrung durch Stecklinge. Hierzu werden Triebspitzen mit 3 bis 5 Blattpaaren vor der Blüte geschnitten. Die unteren zwei Blattpaare werden entfernt. Den Salbeisteckling steckt man ins Vermehrungssubstrat und stellt das Gefäß an einen hellen oder halbschattigen Standort. Zur Bewurzelung besprüht man die Stecklinge 10 bis 14 Tage mehrmals täglich mit Wasser. Wenn man sich diese Arbeit sparen möchte, wird eine Folienhaube übergestülpt. Sie erhöht die Luftfeuchtigkeit und erleichtert das Bewurzeln.

 

Wie wird Salbei geerntet?

Zur Ernte werden Triebspitzen abgeschnitten oder herausgebrochen, die entweder kurz vor der Blüte stehen oder keine Blüten ansetzen. Den höchsten Wirkstoffgehalt enthält Salbei im Sommer kurz vor bzw. zu Beginn der Blüte.

 

Wie trocknet man Salbei?

Die geernteten Triebspitzen werden in kleinen Bündeln zu fünft oder zehnt zusammengebunden und kopfüber an einem schattierten und gut durchlüfteten Ort aufgehangen. Je nach Temperatur sind die Zweigspitzen nach drei bis vier Wochen trocken. Sie werden in Gläser oder Keramikgefäße gefüllt und lichtgeschützt an einem dunklen Standort aufbewahrt.

 

Welche Verwendung hat Salbei?

Salbei ist in jedem guten Kräutergarten zu finden. Er gehört sozusagen zur Grundausstattung und ist unverzichtbar. In der Kräuterspirale sonnt er sich im mittleren bis oberen Bereich. Er lässt sich zur Hangbegrünung verwenden, schmückt Kies- und Steppengärten. In naturbelassenen Gartenanlagen ist der Lippenblütler ein Star bei den Insekten. Blattschmuck bieten die buntlaubigen Salbeisorten 'Purpurascens' (violette Blätter), 'Icterina' (gelbgrüne Blätter) und 'Tricolor' (rot-grün-weiße Blätter). Sie können wunderbare Akzente in Trockenmauern oder niedrigen Staudenbeeten im Trockenbereich setzen.

 

Welche Wirkung hat Salbei?

Kulinarisch ist Salbei ein Kraut der mediterranen Küche. Blätter würzen Saltimbocca, Fleischspeisen und Schmorrgerichte. Blüten sind verführerische Leckerbissen auf dem vegetarischen Salatteller. Kräuterlikör und Tee vereinnahmen die verdauungsfördernden Inhaltsstoffe des Salbeis. Medizinisch wirkt das Kraut adstringierend, antiseptisch, stärkend, krampflösend und entzündungshemmend. Es senkt die Schweißproduktion und regt die Verdauung an.

Trotz aller gesundheitlichen Vorteilhaftigkeit kann eine längere Überdosierung toxisch wirken. Getreu dem Motto – die Dosis macht das Gift.

 

Weitere Inforamtionen

Der Salbei (Salvia officinalis) gehört in jedem Kräutergarten zur pflanzlichen Grundausstattung. Seine gesunde Wirkung auf den menschlichen Organismus ist bereits seit der Antike bekannt. Im Römischen Reich wurde Salbei als Fruchtbarkeitsmittel empfohlen und sein Gebrauch sagte ein langes Leben vorher. In Kultur befindet sich das wichtige Duft-, Gewürz- und Heilkraut seit dem Mittelalter. In den Klöstern schätzten die Mönche die Heilkraft des mediterranen Halbstrauches. Wenn man von Salbei spricht, bezieht es sich meistens auf den gewöhnlichen Garten-Salbei (Salvia officinalis). Unterschätzt wird seine Sippe, denn weltweit hat er mehr als 900 Geschwister in den gemäßigten und tropischen Regionen rund um den Globus. Sie wachsen ein-, zwei- oder mehrjährig als Staude oder Sträucher. Ein großer Teil der Salbeiarten ist aromatisch und deshalb in der Kräuterkunde überaus beliebt. Weniger aromatische Arten bestechen durch ihre Schönheit und werden als dekorative Zierpflanzen verwendet.

Der gewöhnliche Gartensalbei (Salvia officinalis) ist die am weitesten verbreitete Salbeiart. Regionen rund um das Mittelmeergebiet nennt er seine Heimat. Der Salbei wächst als immergrüner und halbverholzender Busch mit einer Wuchshöhe bis zu 60 cm. Im Laufe der Jahre werden die Horste üppig und mit den richtigen Schnittmaßnahmen immer ansehnlicher. Die unteren bzw. inneren Zweige verholzen. Im oberen Teil bilden sich zahlreiche Verzweigungen mit krautigen Sprossen. Die Blätter sind bei der reinen Art schmal-lanzettlich, runzelig, von graugrüner Farbe und mit samtiger Behaarung. Sowohl Blattfarbe als auch die Form variieren bei den Sorten bzw. Spielarten des Salbeis. Für aufregende Laubkontraste sorgen beispielsweise Purpursalbei (Salvia officinalis 'Purpurascens') mit violettpurpurnen Blättern und der Goldsalbei (Salvia officinalis 'Icterina') mit gelbgrüner Belaubung. Die Blüten sitzen in Quirlen als Scheinähre angeordnet. Farblich erscheinen sie in einem wundervollen Violettblau, können je nach Sorte auch rosa oder weiß gefärbt sein.

Unumstritten ist der Salbei eine gesunde Gewürz- und Heilpflanze. In zahlreichen Studien wurden seine medizinischen Eigenschaften belegt. Den Salbei nur auf seinen Nutzwert zu reduzieren, ist zu kurz gegriffen. In Ziergärten übernimmt der Garten-Salbei durch sein immergrünes, dichtes Blattwerk eine dekorative Rolle. Er lässt sich wirkungsvoll in Staudenpflanzungen integrieren, begrünt Hänge und Trockenmauern, kann in Töpfen und Kübeln gehalten werden und begeistert Insekten in Wild- und Naturgärten. Salbei ist rundherum eine positive Pflanze mit nützlichen Wirkungen und vielfältigen Verwendungen. Ein Verzicht ist ein Verlust für jeden Garten.

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