1. Start>
  2. Pflege-Tipps>
  3. Fleischfressende Pflanzen Set

Fleischfressende Pflanzen PflegeZurück

Fleischfressende Pflanzen erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit. Hier haben wir für Sie nützliche Tipps zur Fleischfressenden Pflanzen Pflege.

 

Fleischfressende Pflanzen Pflege für Nepenthes/Kannenpflanze

Diese wohl prächtigste und spektakulärste Gattung der Karnivoren (fleischfressenden Pflanzen) wurde im Jahr 1658 erstmals beschrieben und umfasst ca. 80 Arten. Nepenthes ist eine Bezeichnung der griechischen Mytologie und bedeutet: sorgenfrei, kummerstillend bzw. "Zauberkraut".

Charakteristisch für das Aussehen der Nepenthes sind natürlich die Boden- und Luftkannen, die an den Blattenden entwickelt werden. Die meist rundlichen, kugelförmigen Bodenkannen wachsen nah auf der Erde und sind spezialisiert auf kriechende Insekten, während die zylinder- oder röhrenförmigen Luftkannen es auf Fluginsekten abgesehen haben. Die Öffnung der Kanne wird durch einen Deckel geschützt, damit nicht allzuviel Regenwasser die Kanne füllen und evtl. darin gefangene, noch lebende Insekten nach oben spülen kann.

Licht: Der Standort sollte hell, aber nicht vollsonnig sein, da ansonsten die dünnwandigen Kannen  verbrennen" und/oder beschädigt werden.

Temperatur: Sie sollten ganzjährig bei 20-30 Grad gehalten werden.

Feuchtigkeit: Da die meisten Arten aus regenreichen Gebieten stammen, muss während der Wachstumsphase (Sommer) ausreichend gewässert werden. Achtung! Nur kalkfreies Wasser verwenden (destilliertes Wasser oder besser Regenwasser). Ein Besprühen der Pflanze kann sowohl Feuchtigkeit als auch Luftfeuchte begünstigen und ist ratsam, aber nicht zwingend nötig. Gießen sollte man wegen der Bodenkannen nicht auf das Substrat direkt, sondern lediglich in den Untersetzer. Staunässe sollte vermieden werden, jedoch darf das Substrat auch niemals austrocknen! Sie kommen mit einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50-65% gut zurecht. Anfällig für Wurzelfäulnis bei ständiger Staunässe

Dünger: Nicht düngen! Keine Zusätze hinzugeben!

Umpflanzen: Umtopfen sollte man nur in der Wachstumsphase, da während dieser Zeit die Pflanze am stärksten ist und eine Umgewöhnung in neues Substrat gut "wegsteckt". Ein Entfernen des "alten Substrates" ist nicht nötig, sondern sollte sogar an der Nepenthes belassen werden. Es eignet sich handelsübliche Erde, die mit Perliten, Sand, Ton und Weißtorf gemischt ist. Hochmoortorf ist eine günstige Alternative und in jeder Gärtnerei erhältlich. Unbedingt darauf zu achten ist, dass keine Düngemittel enthalten sind, sondern es sich um ein reines Naturprodukt handelt.

Venusfliegenfalle Pflege

Diese fleischfressende Pflanze aus der Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae) wurde erstmals im Jahr 1768 beschrieben. Im 20. Jahrhundert wurde sie durch ihre sich schnell bewegenden, wie ein Fangeisen angelegten Fallen die wohl bekannteste und populärste aller fleischfressenden Pflanzen. Die Venus-Fliegenfalle ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die langsam wächst. Im Herbst beendet die Pflanze ihre Aktivität und wechselt in die Winterruhe, dies ist an der Ausbildung kleiner Blätter mit winzigen, inaktiven Fallen zu erkennen. Im Frühjahr treibt die bedingt winterharte (minimal -5° C, in Einzelfällen -10° C Tiefsttemperatur) Pflanze wieder aus.

Standort:Die Pflanze kann ganzjährig im Freien (Moorbeet) gehalten werden. Die Venus-Fliegenfalle mag viel direktes Sonnenlicht (Südfenster oder Freilufthaltung) - sonst ensteht keine Rotfärbung der Falleninnenseite und im Extremfall werden nur kleine Fallen gebildet. Generell wichtig: Werden Zimmerpflanzen im Sommer nach draußen gestellt, sollte eine Gewöhnungsphase beachtet werden, da sonst die Pflanzen verbrennen könnten. Im Winter ist ebenfalls sehr viel Licht erwünscht.

Temperatur:Im Sommer kann man um 23-27° C als "perfekt" bezeichnen - der optimale Bereich liegt bei 20-32° C. Kühlere Nächte mit 12-15° C werden von draußen wachsenden Pflanzen problemlos vertragen. Im Winter ist die Pflanze (trotz Zimmerkultur) kühler (um 5-10° C) zu halten.

Pflege:Eine hohe Luftfeuchtigkeit während der Wachstumsphase ist wichtig (bei Zimmerhaltung die Pflanze im Blumentopf nicht der trockenen Heizungsluft aussetzen). Im Winter etwas weniger Luftfeuchtigkeit wegen Schimmelgefahr. Absterbende Blätter am besten ganz vertrocknen lassen, dann abzupfen/abschneiden.

Wasser:Anstauverfahren im Sommer (immer 1 cm Wasser im Untersetzer); im Winter die Erde ganz leicht feucht halten und nie austrocknen lassen. Möglichst mit kalkfreiem Regenwasser oder destilliertem Wasser gießen.

Düngung:Die Pflanze benötigt keinen Dünger , auch ein füttern ist nicht notwendig (die Pflanze kommt auch ohne diese Zusatznahrung aus). Wer die Pflanze füttern will, muss Lebendnahrung verwenden, da auch bei geschlossener Falle die Fühlerborsten ein Weilchen weiter gereizt werden müssen, bevor die Pflanze das Blatt komplett schließt.

 

Fleischfressende Pflanzen Pflege für Sonnentau (Drosera)

Der botanische Name leitet sich aus dem griechischen Sprachgebrauch ab und wird mit „Tau“ übersetzt. Sie setzt eine der fünf möglichen Fallen ein und unterscheidet sich damit zum Beispiel von der Venusfliegenfalle. Der Sonnentau besitzt strahlenförmig angeordnete Tentakel, an deren Spitze ein Tropfen einer klebrigen Flüssigkeit sitzt. Insekten, die diesen Tropfen für einen Tautropfen halten, müssen leider einsehen, dass sie sich geirrt haben, denn es bedeutet ihren sicheren Tod, wenn sie ihn berühren.

Der Sonnentau ist die ideale Pflanze für Anfänger. Er liebt es, wie die meisten Karnivoren im Sommer warm.
Sonnentau benötigt um seine  Tentakeln rot zu färben, entweder einen Platz am Südfenster oder Freilandhaltung, zum Beispiel auch auf Terrasse oder Balkon. Kühlere Nachttemperaturen 5 - 15 °C werden von draußen wachsenden Pflanzen problemlos vertragen.

Die Pflanze mag es am Standort sehr feucht, daher wird sie wie die anderen Fleischfressenden Pflanzen im Anstauverfahren gehalten (Untersetzer mit etwa 1 - 2 cm hohem Wasserstand). Bitte nicht mit Leitungswasser gießen, es kann mit Regenwasser, Brunnen- oder Destilliertem Wasser, welches mit 10% Leitungswasser gemischt wird, gegossen werden.

Die Pflanzen sollten auch nicht gedüngt werden, da sie an ihrem Standort auf nährstoffarmen Böden wachsen.
Der Sonnentau lässt sich auch gut in einem Terrarium kultivieren, wo er seine ideale Luftfeuchtigkeit von 50 - 70 % erreicht.

Stehen die Pflanzen im Winter etwas kühler, muss auch die Wassergabe reduziert werden. Das heißt: Kein
Anstauverfahren mehr, sondern nur noch leicht feucht halten, ansonsten kann es zu Wurzelfäulnis kommen und die Pflanze geht ein. Bei Durchkultivierung mit Raumtemperatur wird weiterhin im Anstauverfahren gegossen.

Passend dazu...