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Erdmandel Pflege (Cyperus esculentus)

Die Erdmandel ist in unseren Breiten ein eher exotisches und unbekanntes Gewächs, obwohl es
auch in unserem Kulturkreis vor einiger Zeit schon angebaut wurde. Ursprünglich kommen die Erdmandeln
aus Südafrika und waren bereits den alten Ägyptern ein Begriff. Für die Erdmandel gibt es
sehr viele Bezeichnungen und Synonyme, unter denen sie in aller Welt bekannt ist. So wird sie auch
als Knollen-Zyperngras betitelt, in Spanien Chufa genannt und das daraus gewonnene, beliebte Getränk
wird als Horchata de Chufa bezeichnet. Im Englischen kennt man sie als tiger-nut, earth-nut,
ground-nut, oder rush-nut.
Bei der Erdmandel handelt es sich um ein Gras, genauer gesagt um ein Sauergras, das sehr schmackhafte
Knollen
hervorbringt, die nicht größer als eine Fingerkuppe sind und ähnlich wie Mandeln
schmecken. Diese Früchte sind aber nicht mit Mandeln oder Erdnüssen verwandt.
 

Erdmandel: Pflege & Standort

Da die Erdmandel aufgrund ihrer südlichen Herkunft frostempfindlich ist, wird sie
bei uns erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai ausgepflanzt, wenn die Bodentemperatur etwa 8-10° C
erreicht hat. In südlicheren Regionen erfolgt der Anbau schon wesentlich zeitiger im Frühjahr.
Für die Kultivierung von Erdmandeln ist ein leichter Boden wie etwa sandiger Lehm, feucht-warmes
Klima und ein sonniger Standort zu bevorzugen. Während der Knollenbildung (August, September)
ist eine ausreichende Wasserversorgung wichtig. Hinsichtlich der Düngung ist die Erdmandel Pflege leicht.
Hier stellt die sie keine allzu großen Anforderungen. So haben Untersuchungen ergeben, dass Stickstoffdünger keine
Erhöhung des Knollenertrages brachte. Eine ausreichende Kali- und Phosphorversorgung ist aber
sicherzustellen.
Eine Pflanze kann ca. 500 neue Knollen hervorbringen, die im Normalfall 40-50 cm von der
Mutterpflanze entfernt entstehen und einige hundert Blütenstände ausbilden können.
 

Ernte:

Geerntet werden die Erdmandeln ab ca. Mitte Oktober (vor dem ersten Frost sollte die Ernte
abgeschlossen sein), am besten mit einer Grabegabel. Zuerst erfolgt das Entfernen des oberirdischen
grünen Grases. Der Grünwuchs kann zu Futterzwecken verwendet werden.
Nach der Ernte werden die Knollen gewaschen und von restlichen Erdanteilen und Wurzelstücken
befreit, um danach getrocknet zu werden. So ist die Erdmandel lagerfähig. Sie wird roh, geröstet
oder gemahlen genossen. Sie kann auch zur Herstellung von hochwertigem Erdmandelöl verwendet
werden oder als Basis für die Herstellung von Getränken aus Erdmandel dienen.

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