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Lavendel PflegeZurück

Das klassische Postkartenmotiv: endlos lange Lavendelfelder aus der Provence. Jeder kennt den betörenden Duft der aus dem westlichen Mittelmeerraum stammenden Pflanze. Ob als Zwischenpflanzung für Rosen, im Beet oder Kübel: Lavendel sieht immer gut aus. Mit einigen Tipps und der richtigen Lavendel Pflege holen Sie sich das Mittelmeer-Feeling in Ihren Garten.


Standort


Lavendel kann man im Kübel, im Beet oder als niedrige Blühhecke anpflanzen. Im Handel erhält man oft vorgezogene Jungpflanzen im Topf – diese sollten zügig umziehen, um den Wurzeln mehr Freiraum zu verschaffen. Lavendel mag es sonnig, warm und trocken. Ein sehr heller Standort an der Hauswand eignet sich auch zur späteren Überwinterung, da die Wand im Winter Wärme abgibt. Die Erde sollte möglichst trocken, durchlässig und kalkhaltig sein. Auch sandigen Boden verträgt der Lavendel. Steiniger Grund ist ebenso möglich, wenn das Wasser gut ablaufen kann. Wenn Sie sicher gehen wollen, pflanzen Sie den Lavendel in nährstoffarme, mit Sand vermischte Kräutererde.


Lavendel pflegen


Die Lavendel Pflege ist leicht und somit auch für Hobbygärtner ohne grünen Daumen ein Kinderspiel. Je nachdem, ob Sie den Lavendel in einer Saatschale im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland aussäen, ist der Zeitpunkt zum Lavendel pflanzen unterschiedlich. Beim Vorziehen in der Schale erfolgt die Aussaat der Samen ab Februar, ins Freiland kann ab April nach dem letzten Frost ausgesät werden. Jäten Sie regelmäßig Unkraut, das gerade junge Pflanzen schnell ersticken kann.


Es reicht, den Lavendel erst zu gießen wenn der Boden trocken ist. Der Mittelmeer Bewohner hasst Staunässe und kommt sogar besser mit ausgetrockneter Erde klar. Beste Zeit zum Lavendel Gießen ist frühmorgens damit die Blätter tagsüber trocknen können.
Wichtig ist ein regelmäßiger Rückschnitt, damit die Pflanzen kompakt bleiben. Wer sie ungeschnitten wachsen lässt, muss mit auseinander fallen Pflanzen und kahlen Stellen rechnen. Verholzte Äste können Sie getrost abschneiden: Sie bilden keine neuen Triebe und erholen sich auch nicht nach einem kräftigen Rückschnitt. Beim Lavendel schneiden hat sich die Ein-Drittel-Zwei-Drittel-Methode bewährt:


• Schneiden Sie nach der Blüte die Triebe mit einer Heckenschere um ein Drittel zurück. Alle verwelkten Blütenstände werden entfernt, die beblätterten Zweigabschnitte bleiben aber erhalten.
• Im Frühjahr wird der Lavendel um zwei Drittel zurückgeschnitten. Damit verzweigen sic h die Pflanzen später gut.
• Der ideale Schnitttermin ist dann, wenn kein Dauerfrost mehr zu erwarten ist.
• Achten Sie beim Frühjahrsschnitt darauf, wenig letztjährige Triebe mit ein paar Blättern übrig zu lassen. So können die Lavendelsträucher wieder gut durchtreiben.


Lavendel düngen


Beim Lavendel Düngen ist Zurückhaltung angesagt. Düngen Sie wenn überhaupt nur wenig wenn die Blüte nachlässt. Besser ist die Zugabe von Gartenkalk im Frühjahr oder Herbst. Vorsicht ist auch bei Mulch geboten. Dieser speichert meist zu viel Feuchtigkeit und kann Schimmel an den Pflanzen bewirken.


Lavendel überwintern


Völlig problemlos kann Echter Lavendel überwintern. Passen Sie allerdings bei frostempfindlichen Sorten wie Schopflavendel oder Provence-Lavendel (Lavandula intermedia) auf. Diese sollten Sie zum Schutz in einen Kübel pflanzen und an einen trockenen, halbschattigen Ort stellen, zum Beispiel an eine Hauswand. Winterfester Lavendel im Beet bringt seinen eigenen Frostschutz mit: Abgefallene Blätter bedecken den Boden und erhalten das warme Klima. Bei längeren Frostperioden sollten Sie aber die Beete mit Stroh- oder Kokosmatten abdecken.
 

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