Tulpen und Narzissen

Tulpen pflanzen und pflegen (Tulipa)

Der Frühling ist da! Nichts verkündet die Botschaft des Frühlings mehr als Tulpen in allen möglichen Farben und Blütenformen. Je nach Sorte werden sie etwa 10 bis 60 Zentimeter hoch und wachsen aufrecht. Lesen Sie hier, wie Sie mit entsprechender Pflege lange Freude an den bunten Frühlingsboten haben.

Standort

Der richtige Tulpenstandort trägt entscheidend zur Lebensdauer Ihrer Tulpen bei. Viele frisch gepflanzte Blumenzwiebeln blühen im nächsten Jahr nicht mehr. Das muss aber nicht sein!

• Tulpen lieben die Sonne. Ein warmer, sonniger Standort im Beet ist genau das Richtige für sie. Achten Sie darauf, dass das Beet nicht zu dicht bewachsen ist.
• Weil sie sehr pflegeleicht sind, blühen Tulpen auch an halbschattigen oder schattigen Orten.
• Verregnete Jahre tun den Frühjahrsblühern gar nicht gut. Lagern Sie die Zwiebeln bis zur Tulpen Pflanzzeit im September in einem Torf-Sand-Gemisch. Der Ort sollte warm und trocken sein.
• Da Tulpen Staunässe nicht vertragen, sollten Sie die Zwiebel bei schweren Böden auf ein dickes Sandbett setzen.

Beachten Sie diese Tipps und überwintern Sie Ihre Tulpen richtig, kündigen sie jedes Jahr immer wieder den Frühling an.

Tulpen Pflege

Die Tulpen-Pflege ist leicht, da die hübschen Frühlingsboten sehr genügsam sind. Tulpenpflanzzeit ist von September bis Ende Oktober. Setzen Sie die Zwiebeln etwa 8 Zentimeter tief in die Erde in einem Abstand von 10 bis 15 Zentimetern. Ideal ist humusreicher, durchlässiger Boden. Schweren Böden mischen Sie besser Sand unter, damit keine Staunässe entstehen kann.
Wichtig für die Tulpen Pflege ist auch das Entfernen der welken Blüten -entfernen Sie aber nicht noch grünes Laub! Mit diesem versorgt sich nämlich die Zwiebel mit Nährstoffen und Wasser. Dadurch kann sie Tochterzwiebeln bilden. Wer seine Tulpen regelmäßig, aber nicht zu viel gießt (Vorsicht vor Staunnässe!), tut ihnen etwas Gutes.

Tulpen düngen

Auch wenn Tulpen relativ anspruchslos sind, danken sie Ihnen jede Düngergabe mit farbenprächtigen, grazilen oder gefüllten Blüten. Düngen Sie mit Hornspänen oder anderen organischen Düngern im Herbst und im Frühjahr vor der Blüte.

Tulpen überwintern

Tulpen im Garten können problemlos überwintern. Da sie tief in der Erde stecken, kann der Frost ihnen nichts anhaben. Wenn Sie kein Risiko eingehen wollen, decken Sie die Zwiebeln im Herbst mit Tannenzweigen ab. Wer befürchtet, der Frost könnte die Blumenzwiebeln trotzdem angreifen, der gräbt sie aus und lagert sie kühl und trocken. Denken Sie daran, die Tulpenzwiebeln erst auszugraben, wenn die Blätter komplett vertrocknet sind. Dann können Sie die Tulpen schneiden und die Zwiebeln lagern. Schützen Sie die Zwiebeln vor jeglicher Feuchtigkeit, sonst faulen Sie! Entdecken Sie weitere kleine Zwiebeln neben Ihren großen, haben Sie Glück: Diese Tochterzwiebeln können ebenso überwintern und im nächsten Jahr ausgepflanzt werden.

Wer seine Tulpen in Blumenkästen oder –schalen gepflanzt hat, muss aktiv werden, um die Frühlingsboten vor dem Winter zu schützen. Jetzt gefällt auch diesen Tulpen ein kühler und dunkler Standort. Schneiden sie verwelkte Blüten und Blätter ab und stellen Sie die Blumenkästen einfach in den Keller.

 

Narzissen Pflege

Narzissen (Narcissus) zu pflegen ist einfach. Selbst der Neuling im Garten sollte keine Schwierigkeiten damit haben. Narzissenzwiebeln werden übrigens gesteckt und nicht gepflanzt. Wenn die Zwiebeln einmal im Boden stecken, kann sie ohne weiteres einige Jahre dort belassen.

Ende September oder Anfang Oktober werden die Zwiebeln der Narzissen in den Boden gesteckt. Hierbei bitte darauf achten, dass beim Narzissen pflanzen oder besser stecken, die Zwiebeln etwa drei Mal so tief in den Boden kommen, wie die Zwiebel hoch ist. Narzissen lieben sonnige Plätze um ¬der Sonne entgegen zu wachsen aber auch an halbschattigen Plätzen wachsen sie wunderbar.
An den Boden stellen Narzissen keine großen Anforderungen. Wie bei vielen anderen Zwiebelpflanzen auch, darf der Boden nicht allzu trocken sein, das haben die Narzissen gar nicht gerne. Ebenso wenig mögen sie Staunässe. Der Boden sollte also locker und durchlässig sein und regelmäßig feucht gehalten werden.

Da die schönen Narzissen sehr pflegeleicht sind, ist es einfach, ihre Blüten lange zu erhalten. Für den Winter müssen keine besonderen Maßnahmen ergriffen werden. Die Narzissen brauchen auch nicht jedes Jahr umgesetzt zu werden, sondern können jahrelang am gleichen Platz im Boden verbleiben.

Nach etwa sechs Jahren ist es ratsam, die Narzissen im Sommer, wenn sie bereits verblüht sind und die Blätter welk sind, an eine andere Stelle im Garten zu versetzten. Danach kann man sich im nächsten Jahr und viele weitere Jahre wieder an ihren wunderschönen gelben, weißen, gelborangefarbenen und mehrfarbigen Blüten erfreuen.

Nach der Blütezeit müssen die Blütenstängel herausgeschnitten werden. Das sollte gemacht werden, damit die Pflanzen nicht sinnlos viel Kraft in die Produktion von Samen verschwenden. Die Blätter sollen stehen bleiben, sodass sie vertrocknen können.

Dabei schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Narzissenzwiebeln brauchen keinen Samen hervorzubringen und dürfen noch reichlich Energie aufladen für schöne und kräftige Blüten im kommenden Jahr. Die vertrocknenden Blätter sind für Schnecken eine Delikatesse. Dafür lassen sie jeden Salatkopf im Gemüsegarten stehen.

 


 

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