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Weiße Fliege an GemüseZurück

Schildläuse, auch weiße Fliegen genannt, setzen sich auf die Unterseite von Blättern, um nährstoffreichen Pflanzensaft zu saugen. Die Folge sind eingerollte Blätter und gelbe Verfärbungen bis hin zum kompletten Absterben der Pflanze. Die erwachsenen Tiere und deren Larven schädigen durch ihre Saugtätigkeit und das Ausscheiden großer Mengen Honigtau, auf dem sich sekundär Rußtaupilze ansiedeln.

Wachstumsbedingungen verbessern

Schildläuse befallen meist Pflanzen, die bereits geschwächt sind, zum Beispiel durch Überdüngung oder einen Mangel an Sonnenlicht. Erstes Mittel gegen Schildläuse ist daher eine Verbesserung der Wachstumsbedingungen der befallenen Pflanze: Sie sollte an einen kühleren und helleren Ort umgesiedelt werden. Weiterhin sollte die Erde gelockert und mit Kompost oder Mulch angereichert werden.
Es gibt außerdem bestimmte Kräuter, deren Duft andere Pflanzen vor Schildläusen schützen kann: Bohnenkraut hält die weißen Fliegen von Bohnen fern, Lavendel von Rosen und Kapuzinerkresse von Bäumen.

Biologische Mittel

Die Pflanzen sollten jeden Tag gründlich untersucht werden, vor allem die jungen Triebe. Erwachsene Läuse können mit einer Bürste oder einem feuchten Lappen abgewischt werden. Das geht am besten mit Seifenwasser. Da die Läuse aber bei Gefahr schnell auffliegen, kann das Abspritzen mit einem Wasserstrahl unter Umständen besser funktionieren. In den kühlen Morgenstunden sind die Tiere noch etwas träge, dann kann man sie am besten loswerden. 
Wenn unter dem Blatt bereits Eier und Larven zu sehen sind, sollten die entsprechenden Blätter vollständig entfernt werden. Diese dann keinesfalls auf dem Kompost entsorgen, sondern gleich in die grüne Tonne werfen.
Natürliche Helfer im Kampf gegen die weißen Fliegen sind deren Fressfeinde, zum Beispiel Spinnen, Marienkäfer, Schwebfliegen, Raubwanzen und Florfliegenlarven. Schlupfwespen sind im Handel erhältlich und helfen ebenfalls dabei, Schildläuse zu bekämpfen, indem sie die Larven auffressen. Im Gewächshaus können Gelbtafeln und -sticker aufgestellt werden, die dank ihrer Wirkstoffe Schildläuse anlocken und sie so von den Pflanzen fernhalten. 
Sind die Schädlinge noch nicht über Gemüsebeete hergefallen, können feinmaschige Gemüsenetze die Pflanzen schützen. Da die Schildläuse in der Regel zwei bis drei Millimeter groß werden, muss die Maschengröße unter zwei Millimeter betragen.

Erwachsene, beflügelte Schädlinge können mit Gelbtafeln angelockt und abgefangen werden. Bei schon vorhandenem Befall können die Schädlinge durch Spritzmaßnahmen mit den empfohlenen Produkten bekämpft werden.

Chemische Mittel

Wenn die biologische Behandlung nicht ausreicht, gibt es auch chemische Mittel gegen Schildläuse zu kaufen. Die meisten dieser Mittel enthalten natürliche Fettsäuren oder Pyrethrum und sind daher nicht umweltschädigend.

Anwendungszeitraum

April bis September

Mittel gegen Weiße Fliege an Gemüse: